Delirium

Der Text wurde ursprünglich auf Griechisch geschrieben und ist das Ergebnis freien Schreibens. Jedoch muss ich zugeben, dass es auch hauptsächlich geschrieben wurde, nachdem ich von der Gesellschaft im Allgemeinen zutiefst enttäuscht war.

Hinweis: Als „Zweibeiner“ werden die Menschen oder der Mensch bezeichnet.

So entschied ich einen schönen Tag, dass ich mit absoluter Selbstverständlichkeit durch die Straßen und alle anderen Außenräume wandern würde, wo der Rest der Zweibeiner herumläuft. Wandern und weiter wandern ohne Ende und ohne mich um irgendetwas zu kümmern. Nicht einmal um mich selbst. Diese Entscheidung wurde tatsächlich, wie ich denke, unbewusst getroffen, um eine tiefere Wertschätzung und Liebe zu meiner absolut spektakulären Spezies zu erreichen und mich dann selbst zu übertreffen, dass wir als Menschheit nicht so ganz am Ende sind. Allerdings sollte man auf keinen Fall denken, dass ich mich bei diesem ganzen Projekt nicht unter Druck gefühlt habe. Es war eigentlich genau das Gegenteil der Fall… Allein die Idee dieses Projekts und Versuchs hat mich sehr angestrengt.

An diesem Punkt höre ich eine Stimme schreien: „Verdammt, du voreingenommenes kleines Mädchen! Brenn, brenn in der Hölle!“

Mein ständiges Herumlaufen hat mich viel mehr gekostet als ich mir gedacht hatte. Die Verluste, die ich Ihnen mitteilen muss, traten sofort ein.. hauptsächlich in Bezug auf mein Nervensystem. 

Eigentlich wusste ich anfangs gar nicht mehr, worauf ich mich konzentrieren sollte. Es war, als ob alles an mir vorbeiziehen und ich dann mit großen psychotischen Augen gucken würde. Psychotischen Augen aus den Beruhigungsmitteln wahrscheinlich. Und auf einmal dieser Satz in meinem Kopf: „Hast du mich überhaupt gefragt als du mich in diese Welt brachtest? Oder war es nur, weil dir damals diese Idee einfach gut gefallen hat?“

Dieses Herumlaufen hat mich völlig verrückt gemacht, wie ich denke. Ich fühlte mich körperlich krank. Mein ganzer Körper tot und lebendig zugleich. 

An dieser Stelle frage ich Sie jetzt, ja Sie, Zweifüßige: „Haben Sie  bis jetzt erkannt, was Sie sind und woher Sie kommen?“ Wenn ja, dann solltet ihr mal bitte vernünftig sein. Sie sollten unauffällig bleiben und erkennen, dass außer euch es noch ein Haufen andere Dinge gibt.

Nicht alles ist zwei Extreme… schwarz oder weiß, rechts oder links, voll oder leer. Die Zweifüßige sollten mehr versuchen eine Weile zu meditieren, in der Hoffnung, sich ein wenig selbt zu beruhigen und neu orientieren. Ich weiß, dass die Entscheidung für den mittleren Weg nicht einfach ist… es kann sein, dass man auf dem Weg einige Gehirnzellen verbrennt. Trotzdem sollte man diesen mittleren Weg versuchen. Für die Menschheit nehme ich an, für uns.

An diesem Punkt und bevor ich abschließe sollte ich den Leser darüber informieren, dass ich jetzt ironisch oder fast ironisch lache. Dennoch hat der Klang dieses Lachens auch eine andere Bedeutung, die in Worte ungefähr so aussehen könnte: 

Eine traurige… eine sehr traurige Wiederholung. Kreise, endlose sich bewegende Kreise, so viele sich wiederholende Kreise, dass man sich fast hypnotisieren könnte. Man ruhte sicher innerhalb des gleichen Musters ohne jede zweite Überlegung. Warum muss ich jetzt der Beobachter dieser Wiederholung sein? Mir tut es leid mir anzuschauen und noch dabei zu klatschen… Klatschen als Belohnung oder damit es endlich aufgewacht wird.

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